Beschreibung
In den vergangenen Monaten wurden die digitalen Daten und Anwendungen der Stadtverwaltung in eine neue Cloud-Infrastruktur migriert. Diese digitale Umrüstung ist für Bozen von großer strategischer Bedeutung, da es ein sicheres Datenmanagement und den Ausbau der digitalen Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger ermöglicht.
Bozens Digitalstadtrat Christian Battisti, der Leiter des städtischen IT-Amtes Lorenzo Lione und der Verantwortliche der Einheit für den digitalen Wandel in der öffentlichen Verwaltung Massimo Torresani weilen derzeit in Rozzano bei Mailand, wo sie das Datencenter des so genannten „Polo Strategico Nazionale“, jener Einrichtung, die die Cloud-Infrastruktur für die Daten und Software der öffentlichen Behörden bereitstellt, besichtigen.
Die Migration der IT-Infrastruktur der Stadtverwaltung in die Cloud ist „ein wichtiger Schritt, mit dem die Dienste der Gemeinde moderner und effizienter werden“ so Stadtrat Battisti. Das Projekt, das den Vorgaben der nationalen Agentur für die Digitalisierung AGID gemeinsam mit hochspezialisierten Partnern umgesetzt wurde, wurde mit den Mitteln aus dem nationalen Aufbau- und Resilienzfonds finanziert.
„Im Jahr 2019“, so Stadtrat Battisti, „erließ die nationale Agentur für die Digitalisierung AGID neue Bestimmungen zur Klassifizierung und Sicherung der Rechenzentren der öffentlichen Verwaltungen. Das Rechenzentrum der Stadtgemeinde Bozen wurde damals in der Klasse B eingestuft, das bedeutet, dass eine Datenmigration in die Cloud durchgeführt werden musste, um die Datensicherheit und Widerstandsfähigkeit zu erhöhen und die Einhaltung der nationalen Standards zu gewährleisten.“
Nach einer eingehenden Analyse beschloss die Stadtverwaltung, die Cloud-Infrastruktur des „Polo Strategico Nazionale“ für die Datenmigration zu nutzen. Gleichzeitig stellte sie einen Antrag auf Finanzierung des Vorhabens über den nationalen Aufbaufonds. Die Finanzierung wurde genehmigt, mit dem gewährten Förderbetrag in Höhe von 822.474,00 Euro konnten die gesamten Projektkosten sowie die Servicegebühren für die ersten zweieinhalb Jahre gedeckt werden.
Im März 2024 wurde mit der Migration begonnen, Mitte Januar 2025 wurde sie erfolgreich abgeschlossen. Die IT-Infrastruktur der Stadtgemeinde Bozen ist nun in einer zertifizierten Cloud angesiedelt, die einen hohen Standard an IT-Sicherheit, Skalierbarkeit und Betriebskontinuität gewährleistet.
Stadtrat Battisti zeigte sich erfreut über diesen digitalen Meilenstein: „Wir sind stolz darauf, dass wir dieses Projekt nun erfolgreich zu Ende geführt haben. Die Stadt Bozen ist italienweit eine der wenigen Verwaltungen, die den digitalen Wandel so konsequent vorantreibt. Das liegt nicht zuletzt an der guten Zusammenarbeit zwischen den verantwortlichen Stellen der Stadtverwaltung und an der finanziellen Unterstützung über den Aufbaufonds. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies, dass sie in den nächsten Jahren mit greifbaren Verbesserungen bei den städtischen Dienstleistungen rechnen können.“
„Die technische Innovation war in diesen Jahren einer unserer Schwerpunkte“, so Battisti, denn dies sei eine wesentliche Voraussetzung für eine moderne Verwaltung und eine hohe Leistungsqualität. „Dieses Migrationsprojekt ist eine strategische Investition in die Zukunft, die es uns ermöglichen wird, die Stadt und die Leistungen zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger nachhaltig weiterzuentwickeln.“
Trotz allem ist der digitale Wandel ein laufender Prozess, der noch nicht abgeschlossen ist. Deshalb wird die Stadtverwaltung auch weiterhin die Chancen der digitalen Welt nutzen, um den Bürgerinnen und Bürgern den Austausch mit der Verwaltung zu erleichtern und die Stadt intelligent weiterzuentwickeln.