Beschreibung
Heute Vormittag hat die Stadträtin für Sozialpolitik, Patrizia Brillo offiziell den neuen Generaldirektor des Betriebes für Sozialdienste Bozen (BSB), Franco Finato vorgestellt. Bereits seit dem 1. Juli ist Herr Finato als Generaldirektor beim BSB tätig.
„Wir wollten dem neuen Generaldirektor etwas Zeit geben, um den Betrieb, die Führungskräfte und die Mitarbeitenden kennenzulernen.“ sagte Stadträtin Patrizia Brillo. „Heute kann er Ihnen nun selbst erklären, welche Ausrichtung er dem BSB geben möchte und welche Ziele er sich für die nächsten Monate und Jahre gesetzt hat.“
Der BSB ist ein wichtiger Anbieter von Diensten im Sozialbereich. Er zählt ca. 1.050 Angestellte und verfügt über ein Budget von mehr als 130 Mio. Euro.
„Aufgrund seiner Größe muss der Generaldirektor des BSB gute Managerqualitäten mitbringen, um in der Lage zu sein, die Verwaltungsarbeit mit einer strategischen Vision und einer Reorganisation zu vereinbaren.“ erklärte Stadträtin Brillo. „Daher haben wir bei der Auswahl des neuen Generaldirektors vor allem auf seine berufliche Erfahrung als Manager geachtet, denn er muss fähig sein, die wirtschaftlichen und personellen Ressourcen zu optimieren und die Organisation des Betriebes zu verbessern.“
„Das vielfältige Angebot an Diensten soll nämlich nicht reduziert werden, sondern optimiert, sodass die Dienste auf die Bedürfnisse der Bevölkerung abgestimmt sind. Wir als Stadtregierung werden auch in Zukunft die politischen Richtlinien und die strategischen Zielsetzungen festlegen, die der Generaldirektor dann umsetzen muss. Der BSB soll eine moderner Dienstleistungseinrichtung werden, die ergebnisorientiert arbeitet.“ so Brillo.
Nach seinem ersten Monat im Dienst beim BSB stellte Franco Finato heute seine Vorstellungen und die wichtigsten Richtlinien vor.
„In diesem ersten Monat beim BSB habe ich mich vor allem auf drei Dinge konzentriert: Ich habe die Anliegen, Wünsche und Anregungen der Angestellten und Mitarbeitenden angehört, aber auch von Bürgerinnen und Bürgern. Zweitens habe ich mich mit den Themen und komplexen Angelegenheiten befasst, die den BSB beschäftigen, und drittens habe ich mich um die dringenden Probleme gekümmert, die es täglich gibt.“
„Ich habe festgestellt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereit sind, neu durchzustarten. Sie wünschen sich eine klare Linie bei der Führung des Betriebes und eine transparente Entscheidungsfindung. Ich habe gesehen, dass es fast überall den Wunsch nach Veränderung gibt, auch wenn allen bewusst ist, dass jede Veränderung viel Kraft kostet.“
Für Franco Finato steht vor allem eine Frage im Mittelpunkt: Wir können wir auch künftig effiziente Dienste anbieten, wenn die Nachfrage ständig steigt, die Ressourcen aber nicht im gleichen Maße mitwachsen? Das sei die wahre Herausforderung. Mit den Ressourcen, die zur Verfügung stehen, könne man nicht alle Wünsche erfüllen, man müsse entscheiden und eine Auswahl treffen.
Daher werden jetzt die Zielsetzungen für 2027 definiert, die Wirtschafts- und Finanzplanung für 2026-2027 in Angriff genommen und der Plan für die Instandhaltung der Gebäude, von den Kinderhorten bis zu den Seniorenwohnheimen, ausgearbeitet. Hier werden vor allem die kurz- bis mittelfristigen Eingriffe vorrangig behandelt.
Auch die Reorganisation des Betriebes ist eines der Themen des neuen Generaldirektors. Zunächst werden die Abläufe erhoben, um zu verstehen, wie gearbeitet wird, welche Phasen es gibt, welche Zuständigkeiten und wie die Entscheidungen getroffen werden. Problembereiche sollen auf diese Weise herausgearbeitet werden, um effizienter zu werden.
Es brauche verlässliche Daten, die auf dem neuesten Stand sind, sagte Finato. Wir müssen den Betrieb genau kennen, um bewerten und entscheiden zu können. Entscheidungen aus dem Bauch oder einem Gefühl heraus oder weil man es immer schon so gemacht hat, gäbe es in Zukunft nicht mehr. Jede Entscheidung müsse sich auf verlässliche Daten stützen.
Auch beim Personal möchte der neue Generaldirektor Verbesserungen erreichen: neues Personal soll gefunden und eingestellt und die Mitarbeitenden sollen gehalten werden. Die Führungskräfte im BSB sollen auch mehr Handlungsspielraum erhalten. Und einen ständigen Austausch mit der Gemeindeverwaltung und dem Land strebe er auch an. Er denke dabei an Arbeitsgruppen, die sich in regelmäßigen Abständen treffen, um z.B. über Dienstangebote, Investitionen oder dringende Maßnahmen zu diskutieren.
Abschließend sagte Generaldirektor Franco Finato: „Unsere Arbeit orientiert sich an drei Faktoren: die wirtschaftlich-finanzielle Ausgeglichenheit des BSB kurz-, mittel- und langfristig, die Einhaltung der Regeln und eine ständige Verbesserung der Dienste. Das soll unser Motto werden: Die angebotenen Dienste ständig verbessern und effizienter machen, gemeinsam mit unseren Partnern im öffentlichen und privaten Bereich.“ (mp/mm)