Delegation aus Mauthausen in Bozen zu Gast

Nach dem Empfang im Rathaus Besichtigung einiger “kontroverser” historischer Stätten
Veröffentlichungsdatum:

30.10.2023

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Beschreibung

Am vergangenen Samstag wurde im Rathaus von Bozen eine Delegation aus der Marktgemeinde Mauthausen in Oberösterreich empfangen, die sich vor allem darüber informieren wollte, wie in Bozen die Kontextualisierung von „kontroversen“ historischen Stätten gehandhabt wird. Denn seit Jahren bemüht sich die Stadt Bozen, allen voran das Stadtarchiv, um die Aufarbeitung der Ereignisse von Faschismus und Nationalsozialismus.

Die Delegation – bestehend aus Gemeindevorständen und Gemeinderatsmitgliedern der Marktgemeinde Mauthausen, der österreichischen Nationalratsabgeordneten Sabine Schatz und Walter Hofstätter, Gemeinderatsmitglied von Mauthausen und Vertreter des Vereins „Perspektive Mauthausen“ - wurde von Kulturstadträtin Chiara Rabini begrüßt und anschließenden zu einem Rundgang durch die Stadt begleitet, der sie zum Siegesdenkmal mit seiner Sonderausstellung, zum Relief von Hans Piffrader am Gerichtsplatz mit dem darauf installierten Satz von Hannah Arendt und zur Mauer des ehemaligen NS-Durchgangslagers in der Reschenstraße führte.

Wie Stadträtin Rabini beim Rundgang betonte, handle es sich bei den Mitgliedern der Delegation vor allem um Personen, die sich im Kampf gegen den Faschismus und Nationalsozialismus engagieren. „Ich hoffe, dass wir auch nach diesem Treffen weiterhin in Kontakt bleiben, die Beziehungen zwischen Bozen und Mauthausen vertiefen und unser gemeinsames Engagement für den Frieden und die Erinnerung stärken.“ sagte Rabini.

„In Bozen waren viele der „kontroversen“ Orte und Stätten in den vergangenen Jahren Gegenstand von Studien.“ erklärte die Stadträtin. „Durch diese Studien war es möglich, diese Orte in ihren historischen Kontext zu stellen und als Zeugnisse ihrer Zeit zu betrachten. Auch die Bevölkerung von Bozen hatte auf diese Weise die Möglichkeit, diese Orte von einer anderen, vielleicht neuen, Warte aus zu sehen. Aufgrund dieser Aufklärungsarbeit wurde Bozen vom italienischen Innenministerium zur „Stadt der Erinnerung 2022“ ernannt, und dank dieser Auszeichnung war es möglich, das Thema der Erinnerung in Ausstellungen und anderen Veranstaltungen weiter zu vertiefen. Bozen hat sich bemüht, dass von diesen Orten Impluse für eine kritische und kulturelle Reflexion der Besucherinnen und Besucher ausgehen.“ sagte Stadträtin Rabini abschließend.

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Letzte Änderung: 10.01.2025 08:18

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