Das Gemeindeentwicklungsprogramm für Raum und Landschaft: Die partizipative Phase

Ab 24. Oktober 2026 starten die 4 Informationsveranstaltungen. Im September trafen sich die Arbeitsgruppen zu Gesprächen. Mehr als 80 Körperschaften und Einrichtungen waren eingeladen.
Veröffentlichungsdatum:

15.10.2026

Themen

Kategorie

  • Pressemitteilung
© mp - Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)

Beschreibung

Die Stadt Bozen leitet nun die nächste Phase für die Ausarbeitung des Gemeindeentwicklungsprogramms für Raum und Landschaft ein. Das Gemeindeentwicklungsprogramm ist ein strategisches Instrument für die Planung der Entwicklung der Stadt in den kommenden 15 Jahren. Ab dem 24. Oktober 2026 finden Informationsveranstaltungen statt, zu denen alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind. Auch die Ratskommissionen werden eingebunden. Ziel der Informationsveranstaltungen ist es, Ideen, Vorschläge und Anregungen zu sammeln und Problematiken zu erheben, die dann in die gemeinsame Vision für die künftige Entwicklung der Landeshauptstadt Bozen einfließen werden. Heute Vormittag fand im Rathaus die Vorstellung der nächsten Schritte im Verfahren zum PSTP statt. Anwesend waren Bürgermeister Claudio Corrarati, Vizebürgermeister Stephan Konder, die Stadträte Claudio Della Ratta und Tritan Myftiu, Paolo Bellenzier, Direktor der Abteilung für Raumplanung und -entwicklung, die Gemeindetechnikerin Evelyn Obkircher sowie, per Videokonferenz zugeschaltet, Ing. Raffaele Gerometta vom beauftragten Unternehmen MATE.

„Die Zukunft von Bozen betrifft uns alle, und daher ist es wichtig, dass die Ideen, wie Bozen sich in Zukunft entwickeln soll, auf einer möglichst breiten Basis gesammelt werden. Wir möchten den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben, uns ihre Ideen zu präsentieren, Vorschläge zu machen, Probleme zu beschreiben und auf Angelegenheiten hinzuweisen, die dringend gelöst werden müssen. Auf der Grundlage dieser Informationen werden dann die Prioritäten für die künftige Entwicklung der Stadt in den nächsten 15 Jahren definiert. Der Austausch mit der Bevölkerung ist sehr wichtig und hat das Ziel, über alle Differenzen hinweg an einer gemeinsamen Vision zu arbeiten. Im Mittelpunkt stehen das Wohl der Gemeinschaft und die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger von Bozen.“ sagte Bürgermeister Claudio Corrarati.

Die partizipative Phase sieht Gespräche und den Austausch mit der Bevölkerung vor, die über die Parteigrenzen hinweg erfolgen und bei denen die Bedürfnisse der Bevölkerung im Mittelpunkt stehen. Das Gemeindeentwicklungsprogramm soll die Stärken, die Schwächen und die Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen und einen strategischen Referenzrahmen für künftigen Entscheidungen bieten.

„Wir haben einen modernen und partizipativen Ansatz gewählt, der neben der technischen Analyse und den bereits vorhandenen Dokumenten und Unterlagen auch die direkte Anhörung der Bürgerinnen und Bürger, der Stakeholder und der Ratskommissionen vorsieht. Durch die Einbindung einer breiten Basis können wir viele unterschiedliche Standpunkte und Erfahrungen sammeln, die wichtig sind, um ein möglichst vollständiges Bild von den Bedürfnissen der Stadt und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner zu erstellen. Die partizipative Phase ist klar strukturiert und in Unterphasen unterteilt. Es werden Ideen, Anregungen und Kritiken gesammelt, die dann in eine gemeinsame Vision übertragen werden, an der sich künftig die Entscheidungen über die Entwicklung unserer Stadt orientieren werden, ohne dass sie sich mit der Verwaltungstätigkeit und den laufenden Projekten überlappen.“ erklärte der Vizebürgermeister und Urbanistikstadtrat Stephan Konder.

Mit der Ausarbeitung des Gemeindeentwicklungsprogramms wurde eine Bietergemeinschaft beauftragt, zu der sich einige Unternehmen zusammengeschlossen haben. Federführendes Unternehmen ist MATE, eine Gesellschaft aus Bologna, die auf Raumplanung spezialisiert ist. Die Gemeindeverwaltung Bozen hat die Bietergemeinschaft im September 2024 mit der Ausarbeitung des Gemeindeentwicklungsprogramms beauftragt. Die Arbeiten umfassen drei Phasen:

- In der ersten Phase werden die vorhandenen Dokumente und die bereits ausgearbeiteten Pläne und Programme analysiert. Diese Phase wurde im Juni 2026 abgeschlossen.

- Die zweite Phase wurde bereits eingeleitet. Sie konzentriert sich auf die Anhörung der Stakeholder, der Bürgerinnen und Bürger und der Ratskommissionen.

- In der dritten Phase wird das Gemeindeentwicklungsprogramm auf der Grundlage des gesammelten Materials ausgearbeitet.

Im September sind die Arbeitsgruppen, die aus mehr als 80 Körperschaften und Einrichtungen bestehen, zu acht Treffen zusammengekommen. An vier Tagen haben sie sich über acht Themenbereiche ausgetauscht: Umwelt und Landschaft, Tourismus, Wirtschaft und Gesellschaft, Siedlungssystem, Kultur und Sport, Soziales, Infrastrukturen und Mobilität. Die Vertreterinnen und Vertreter der teilnehmenden Einrichtungen wurden auch gebeten, die Informationen, die präsentiert wurden, mit Daten und Informationen zu vervollständigen, die sie besitzen, um ein möglichst vollständiges Bild zu erhalten und möglichst viele Informationen zu sammeln, die dann in die Ausarbeitung des Gemeindeentwicklungsprogramms fließen. Die Stakeholder, die bei den Treffen der Arbeitsgruppen im September nicht dabei sein konnten, werden zu einem späteren Treffen eingeladen.

Ab dem 24. Oktober 2026 finden dann die öffentlichen Informationsveranstaltungen statt, zu denen alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind. Es sind vier Informationsveranstaltungen geplant:

  • Samstag, 24. Oktober 2026 von 9.00 bis 12.00 Uhr und Donnerstag, 29. Oktober 2026 von 17.00 bis 20.00 Uhr im Anne-Frank-Saal in der Mendelstraße 124 (Stadtviertel Gries-Quirein);
  • Freitag, 30. Oktober 2026 von 15.00 bis 18.00 Uhr und Montag, 02. November 2026 von 18.00 bis 21.00 Uhr im Rosenbach-Saal am Angela-Nikoletti-Platz 4 (Stadtviertel Oberau-Haslach).

Die interessierten Bürgerinnen und Bürger müssen sich online anmelden. Hier finden sich auch die Informationen für die Anmeldung (https://www.gemeindeentwicklung-sviluppocomunale.bz.it/it/)

Im November werden dann die Ratskommissionen eingebunden. Sie sind eingeladen, die Themen, mit denen sie sich als Ratskommission befassen, zu analysieren und Vorschläge und Ideen zu sammeln. Auch in dieser Phase geht es darum, möglichst viele Ideen und Ansichten zu sammeln, um ein möglichst vollständiges Bild von Bozen zu erhalten.

In der dritten Phase wird das Gemeindeentwicklungsprogramm ausgearbeitet. Der Zeitplan sieht vor, dass das Gemeindeentwicklungsprogramm Ende 2027 im Gemeinderat präsentiert wird, sofern die Arbeiten gemäß dem Zeitplan voranschreiten.

Das Gemeindeentwicklungsprogramm für Raum und Landschaft ist durch ein Landesgesetz geregelt. Er ist das strategische Planungsinstrument für die künftige Entwicklung von Bozen. Es ist kein Planungsinstrument, das sofort angewendet werden kann. Seine Ausarbeitung wird die Verwaltungstätigkeit weder blockieren noch aussetzen. Die Projekte und Maßnahmen, inklusive der Bauvorhaben, die bereits in der Umsetzungsphase sind, werden planmäßig fortgeführt und abgeschlossen.

Das Gemeindeentwicklungsprogramm ist die strategische Vision für die künftige Entwicklung der Stadt Bozen. Es bildet die Grundlage für die Ausrichtung der Pläne für die Stadtentwicklung auf operativer Ebene, und zwar für die Ausarbeitung des neuen Gemeindeplans für Raum und Landschaft (dem vormaligen Bauleitplan). Das Gemeindeentwicklungsprogramm ist kein Instrument, mit dem direkt in die Raumplanung eingegriffen wird, sondern es enthält die Richtlinien für künftige Entscheidungen im Bereich der Raumplanung.

Bilder

Weitere Informationen

Letzter Veröffentlichungstag

15.10.2028

Ultimo aggiornamento

Letzte Änderung: 15.10.2026 15:47

Sito web e servizi digitali OpenCity Italia · Zugriff auf Site-Editoren