Beschreibung
Bozens Bürgermeister Claudio Corrarati empfing die Verantwortlichen des Unternehmerverbands für den Bezirk Bozen Stadt zu einem ersten Austausch. Schwerpunkt des Treffens war die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und die Schaffung neuer Möglichkeiten der Stadtraumnutzung. An dem Treffen nahmen Vinicio Biasi, der Verantwortliche für den Bezirk Bozen Stadt, und sein Stellvertreter Andreas Koler sowie der Direktor des Unternehmerverbandes Josef Negri und die Verbandsfunktionärin Carla Ghirardini teil.
Das heutige Treffen im Rathaus war der Auftakt zu einer Reihe von Treffen zwischen der neuen Stadtregierung und den lokalen Wirtschaftsverbänden. Diese Zusammenkünfte sollen für einen laufenden Austausch sorgen und eine verbindliche Kooperation anstoßen, die dazu beiträgt, den Herausforderungen einer modernen und sich ständig weiterentwickelnden Gesellschaft gerecht zu werden.
Bürgermeister Corrarati unterstrich heute die strategische Bedeutung des städtischen Produktionssektors und bezeichnete diesen als eine wesentliche Ressource für die Wirtschaft und die Innovationsfähigkeit: „Wir wollen die aktuellen Bedürfnisse des Produktionssektors ermitteln, damit wir den Unternehmen organisierte und effiziente Räume zur Verfügung stellen können, die wachstumsförderlich sind und zur Schaffung von Arbeitsplätzen sowie zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Standortes beitragen.“
Die Teilnehmenden stimmten darin überein, dass dem Bereich der Universität und der Forschung hierbei eine Schlüsselrolle zukomme. Beide Seiten betonten die Bedeutung einer engeren Verzahnung zwischen dem akademischen und dem Produktionsbereich. Man müsse attraktiver werde für junge Talente, nicht zuletzt auch durch die Schaffung von zusätzlichen Unterkünften für Studierende und Forschende sowie durch weitere Serviceangebote - etwa Sporteinrichtungen - im Industriegebiet, damit ein echter „Campus” entstehen kann.
Ein weiterer Schwerpunkt des heutigen Treffens war das Thema Wohnen, das allgemein als entscheidend für die Anwerbung und Bindung von Fachkräften betrachtet wird. „Leistbare Wohnmöglichkeiten zu bieten heißt, Sicherheit und Stabilität zu bieten und Wirtschaftswachstum zu ermöglichen“, so der Bürgermeister.
Mit Blick auf die Verkehrsbelastung stellte der Bürgermeister eine Reihe von kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation im Stadtgebiet vor, darunter die Öffnung der Trienter Straße und der Reschenstraße für den Verkehr aus beiden Fahrtrichtungen, die Unterführung in der Romstraße, die Neugestaltung der Zufahrt zur Palermobrücke, der Hörtenbergtunnel und die Autobahnausfahrt Bozen Zentrum. Diese Maßnahmen sind Teil eines Gesamtpakets, das auch dazu beitragen soll, die logistischen Prozesse in der Industriezone effizienter zu gestalten und die Wettbewerbsfähigkeit der Dienstleister zu stärken.
Beide Seiten bekundeten ihre Bereitschaft, an der Gestaltung eines nachhaltigen Plans für das Nachtleben mitzuwirken. Eine achtsame Planung der Abend- und Nachtaktivitäten könne dazu beitragen, das Zusammenleben in der Stadt methodischer zu gestalten, den jungen Menschen neue Chancen zu eröffnen und die Industriezone als neuen, vielfältig nutzbaren Stadtraum zu entdecken.
Der Unternehmerverband sagte seine volle Bereitschaft zu, an der Entwicklung gemeinsamer, innovativer und für die Stadt zukunftsweisender Projekte mitzuarbeiten.