Beschreibung
Der Bürgermeister von Bozen, Claudio Corrarati hat in den vergangenen Tagen Walter Zambaldi im Rathaus empfangen. Walter Zambaldi ist der Direktor des Teatro Stabile di Bolzano. Zunächst wurde die gute Zusammenarbeit zwischen der Gemeindeverwaltung und dem Teatro Stabile betont. Besonders hervorgehoben hat der Bürgermeister die Initiative des Teatro Stabile, auch die Parks und Gärten, die Plätze und andere öffentliche Orte zu Bühnen für das Theater zu machen. Auf diese Weise kommt das Theater unter die Leute und wird für alle zum Erlebnis.
Wenn das Theater die Orte des täglichen Lebens zu seiner Bühne macht, so öffne sich damit der Dialog zwischen den Schauspielenden und dem Publikum, sagte Bürgermeister Corrarati. Es werde die Teilhabe gestärkt und die Stadt als Lebens- und Kulturraum aufgewertet. Öffentlicher Raum werde mit Emotionen und Kultur gefüllt, so der Bürgermeister weiter.
Die Gemeindeverwaltung wird das Theater und ganz allgemein die performative Kunst in das Projekt der „Nachtwirtschaft“ eingliedern. Auch am Abend sollen Kulturveranstaltungen und kreative Events angeboten werden, die ein möglichst breites Publikum ansprechen, insbesondere junge Menschen. Und außerdem werden auf diese Weise auch neue Arbeitsmöglichkeiten geschaffen.
Daher können die Theatereinrichtungen in Bozen einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Stadt leisten, sagte Corrarati. Durch sie werden die Stadtviertel mit Leben gefüllt, die lokalen Betriebe werden unterstützt und es findet wieder ein Nachtleben statt. Kultur als eine wichtige Impulsgeberin, die auch nach Feierabend die Wirtschaft ankurbelt und die Geselligkeit fördert, meinte der Bürgermeister.
Bürgermeister Corrarati erklärte weiter, dass das Teatro Stabile auch in einem anderen Projekt eine wichtige Rolle einnehmen wird. Mit den Vereinen der Stadt wird eine Art „Sozialpakt“ geschlossen, also eine Vereinbarung zwischen den Institutionen und der Bevölkerung mit dem Ziel, lokale Ressourcen aufzuwerten und konkret auf die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger zu reagieren. Die Gemeindeverwaltung möchte mit diesem Projekt den Dialog, die Solidarität, Kultur und Sport und den Schutz der Umwelt fördern. Dies soll mit der aktiven Einbindung der Bevölkerung erreicht werden.
Bozen ist aufgrund seiner Lage und seiner Traditionen eine mitteleuropäische Stadt. Sie zeichnet sich durch ihren einzigartigen Mix aus kulturellen Elementen aus, was sich auch an der Architektur, der Gastronomie, den Traditionen und der Vitalität der Künstlerszene ablesen lässt. Diese multikulturelle Identität sei ein kostbares Gut, sagte der Bürgermeister, und dieses Gut müsse gepflegt und gefördert werden. Dies könne anhand eines kulturellen Angebotes gelingen, das unsere Wurzeln zeige und das den Bürgerinnen und Bürgern und den
zahlreichen Gästen, die unsere Stadt besuchen, auf authentische Weise das Bild einer echten europäischen Region vermittelt, sagte Bürgermeister Corrarati abschließend.