Beschreibung
Am kommenden Sonntag, dem 22. Februar, wäre Alexander Langer 80 Jahre alt geworden. Die Stadt Bozen nimmt diesen Tag zum Anlass, um Alexander Langer und seinen Einsatz für die Bürger- und Menschenrechte zu ehren. Um 11.00 Uhr wird Bürgermeister Claudio Corrarati an der Gedenktafel vor der Fußgänger- und Radbrücke, die die Triester Straße mit der Trientner Straße verbindet, einen Blumenstrauß niederlegen.
An diesem 22. Februar gedenkt Bozen jedoch auch zweier junger Menschen, die im Gedächtnis der Stadt tiefe Spuren hinterlassen haben: Hans und Sophie Scholl. Die beiden Studenten und Mitglieder der Widerstandsbewegung „Weiße Rose“ wurden am 22. Februar 1943 wegen ihres Kampfes für Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit von den Nationalsozialisten hingerichtet. Um 10.00 Uhr findet in Anwesenheit des Bürgermeisters und weiterer Spitzenvertreterinnen und -vertreter der Stadt eine offizielle Gedenkfeier auf dem Platz statt, der heute den Namen der beiden Widerstandskämpfer trägt (Ecke Rombrücke – Triester Straße).
An dem Tag, an dem die Stadt Bozen der Geschwister Scholl gedenkt, gewinnt die Erinnerung an Alexander Langer eine noch tiefere Bedeutung. Langer, der sein Leben und sein politisches und gesellschaftliches Wirken dem Bauen von Brücken zwischen den Völkern, Sprachen und Kulturen widmete, engagierte sich zeit seines Lebens für den Dialog, die Verständigung und die Idee von einem Europa der Vielfalt, das Unterschiede als Bereicherung versteht. Angesichts dessen, was derzeit auf er Welt und auch in unserer unmittelbaren Nachbarschaft passiert, brauchen wir Frieden, Dialog und Völkerverständigung heute mehr denn je.
Die Stadt Bozen, die seit jeher eine Brückenfunktion zwischen den Kulturen innehat, will mit dieser Blumenniederlegung zu Ehren von Alexander Langer eine Verbindung schaffen zwischen dem Gedenken an jene, die ihr Leben für die Freiheit geopfert haben, und dem Engagement jener, die wie Langer unermüdlich für Frieden, Gerechtigkeit und die Verständigung der Völker gekämpft haben.