Beschreibung
Auf Einladung von Bozens Bürgermeister Claudio Corrarati fand heute Nachmittag im Rathaus ein Treffen mit Vermögenslandesrat Christian Bianchi und Soziallandesrätin Rosemarie Pamer statt. Dabei ging es um die Zukunft der Winternotunterkunft im ehemaligen INPDAP-Gebäude in der Pacinottistraße, die mit Ende des Monats seine Tore schließen und nicht mehr als Kältenotquartier weiterbetrieben wird. Sowohl die Stadt als auch das Land wollen das Gebäude sanieren und in ein Wohnheim umwidmen, in dem Berufstätige ohne Unterkunft, aber auch Familien, Familienväter und Personen, die an Berufsbildungsprojekten teilnehmen, untergebracht werden können.
In enger Abstimmung mit der Landesverwaltung und in Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Vereinen will die Stadt Personen in prekären Lebenslagen in ihrer Selbständigkeit stärken und ihre Eingliederung in die Gesellschaft und in die Arbeitswelt erleichtern. Das neue Unterstützungsangebot soll ihnen dabei helfen, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.
„Nachdem die Einrichtung nun nicht mehr als Winternotquartier betrieben wird, haben wir jetzt die Möglichkeit, die Einrichtung bedürfnisorientiert umzugestalten und gezielt auf die neuen sozialen Notlagen zu reagieren,“ betonten Bürgermeister Corrarati und die Landesräte Bianchi und Pamer einhellig. Dies komme der gesamten Stadt zugute. „Wir wollen Personen, die trotz schwieriger Lebensumstände alles daran setzen, sich eine Zukunft aufzubauen, die vielleicht mit Kurzzeitverträgen angestellt sind oder an einem Berufsbildungsprojekt teilnehmen, menschenwürdig unterbringen. Wir sprechen hier von Personen, die eigenverantwortlich und konsequent ihren Weg gehen und einen wichtigen Beitrag zur Gesellschaft leisten. Daher betrachten wir diese neue Initiative als eine konkrete Chance, die Einhaltung von Recht und Gesetz sicherzustellen, aber auch ein selbständiges Leben sowie die gesellschaftliche und berufliche Eingliederung zu ermöglichen“.
Start am 1. Juni. Projektdauer: 5 Monate. In einem nächsten Schritt wird eine gemeinsame Arbeitsgruppe gebildet, die ein Weisungspapier mit konkreten Details zur Gestaltung des Gebäudes in der Pacinottistraße , zum Umsetzungszeitraum und zur Verwaltung der Einrichtung ausarbeiten wird. Besonderes Ausgenmerk wird auf die finanzielle Nachhaltigkeit und die Qualität des Leistungsangebots gelegt. Dementsprechend werden auch lokale Vereine und Organisationen, die bereits auf diesem Gebiet tätig sind, in das Projekt eingebunden.
Diese Initiative verdeutlicht die Absicht der Stadt, das Recht auf Wohnen umfassend zu gewährleisten. Dafür müssen die Themen Wohnen und Soziales gemeinsam und integrativ betrachtet werden, auch als Reaktion auf die neuen gesellschaftlichen Notlagen.