Bozen: Startschuss für drei Großbauprojekte

In den nächsten Jahren erhält Bozen eine zusätzliche Eislaufbahn, ein neues Schwimmsportzentrum und eine Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderung
Veröffentlichungsdatum:

31.01.2025

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  • Pressemitteilung
© Gemeinde Bozen - Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)

Beschreibung

Heute Vormittag stellten Bozens Bürgermeister Renzo Caramaschi und Vizebürgermeister Stephan Konder, dem auch das Ressort für öffentliches Bauen untersteht, auf einer Pressekonferenz im Rathaus drei neue Großprojekte vor: In Kürze starten die konkreten Planungen für den Bau einer zweiten Eisbahn in der Sparkasse-Arena, für das neue Schwimmsportzentrum in der Sportzone Pfarrhof und für ein neues Wohngebäude mit Unterkünften für Menschen mit Behinderung im Mariaheimweg.

Eine zweite Eislaufbahn für die Sparkasse-Arena

In einem Zubau zur Sparkassen-Arena wird in den nächsten Jahren eine zweite Eislaufbahn entstehen, die sowohl für die Austragung von Eishockeyturnieren und Eiskunstlaufwettbewerben als auch für den Publikumslauf und andere Zusatzaktivitäten genutzt werden kann.

Die neue 26 x 56 m große Eisfläche eignet sich aufgrund ihrer Größe auch für nationale und internationale Eissportveranstaltungen. Die neue Eisbahn entsteht im Untergeschoss, wo auch neue Umkleide- und Toilettenräume sowie der Dopingkontrollbereich und die Lager- und Technikräume untergebracht sind. Der Zugang zum Untergeschoss erfolgt entweder über das neue Treppenhaus mit Aufzug oder über das bestehende Gebäude. Da die neue Eisfläche künftig an Tagen, an denen keine Sportveranstaltungen oder Mannschaftstrainings stattfinden, auch für den Publikumslauf genutzt wird, entstehen zwischen der Sparkasse Arena und dem neuen Anbau neue Umkleideräume für die Freizeitsportlerinnen und Freizeitsportler.

Im Erdgeschoss befinden sich die Gastronomie, ein Shop und die Rezeption sowie der Zugang zu den Tribünen, auf der bis zu 250 Zuschauerinnen und Zuschauer die Sportveranstaltungen verfolgen können.

Im ersten Obergeschoss entsteht ein Parkdeck mit 44 Stellplätzen. Die Zu- und Abfahrt erfolgen über dieselbe Rampe und wird durch eine Ampelanlage geregelt. Vom Parkdeck aus sind beide Sportstätten direkt erreichbar.

Um die Flächenversiegelung zu begrenzen und die Ausbildung von Wärmeinseleffekten zu verhindern, wird das Dach extensiv begrünt. Eine Fotovoltaikanlage trägt ebenfalls dazu bei, die Energiebilanz des Gebäudes zu verbessern.

Umbauarbeiten in der Sparkasse Arena

VIP-BEREICH/RESTAURANT Der VIP-Bereich im ersten Stock der Sparkasse Arena wird neu gestaltet. Geplant ist ein großzügiger Restaurant- und Barbereich, der auch an Tagen ohne Eislaufbetrieb geöffnet bleibt. Durch die Umgestaltung kann die Lounge-Area vergrößert und mit zusätzlichen Tischen ausgestattet werden. Von dort aus genießt man einen freien Blick über die gesamte Eisfläche. Das Restaurant verfügt über 114, die Bar über 30 Sitzplätze.

SKY BOXEN Auf der Nordtribüne werden 9 exklusive und private „Sky Boxen“ mit direkter Verbindung zum Restaurant/VIP-Bereich geschaffen. Jede Skybox verfügt über 6 Sitzplätze mit Blick auf das Spielfeld und über einen privaten Bereich mit Tischen und Sitzgelegenheiten. Die Sky Boxen können miteinander verbunden und auch außerhalb von Sportveranstaltungen als Sitzungs- oder Arbeitsräume genutzt werden.

Die Baukosten belaufen sich auf insgesamt 19.813.132,54 Euro und werden jeweils zur Hälfte von der Landesverwaltung und von der Stadt Bozen getragen.

Zeitplan

Projektphase Beginn Ende
Genehmigung des Vorprojekts in den zuständigen Gremien (Technischer Landesbeirat und Gemeinderat) Jan 25 Feb 25
Einreichplanung (und Bewilligung des Bauprojekts) Feb 25 Jun 25
Ausführungsplanung Jul 25 Dez 25
Vergabeverfahren Jan 26 Jul 26
Bauausführung Aug 26 Aug 28

Ein neues Schwimmsportzentrum für die Sportzone Pfarrhof

Das Hallenbad „Adalbert Pircher“ in der Pfarrhofstraße und befindet sich sowohl anlagentechnisch als auch baulich in keinem guten Zustand und müsste eigentlich kernsaniert werden. Der angedachte Abriss mit anschließender Neuerrichtung wurde nie in Angriff genommen, nicht nur, weil die hierfür nötigen Mittel fehlten, sondern auch, weil die Zukunft des Landesschwimmzentrums, das ursprünglich in der Sportzone Pfarrhof entstehen sollte, nicht abschließend geklärt war. Überdies wollte man verhindern, dass durch den Bau eines neuen 50-m-Beckens und den dafür notwendigen Abbruch und Neubau der Halle die Sporttätigkeiten eingestellt werden müssen.

In der Folge wurde das Architekturbüro Ralf Dejaco & Partner mit der Prüfung der Machbarkeit und der Ausarbeitung von verschiedenen Planungsalternativen für den Bau eines neuen Schwimmsportzentrums mit einem 50 m langen Olympiabecken beauftragt, das von Leistungsschwimmgruppen aus ganz Südtirol genutzt werden kann.

Das nun vorliegende Projekt sieht daher die Beibehaltung der bestehenden Schwimmhalle bis zur Inbetriebnahme der neuen, südseitig entstehenden Anlage vor. Die neue Schwimmhalle wird über ein 50-m-Wettkampfbecken sowie über ein 25-m-Trainingsbecken für die Jugendmannschaften verfügen. Das Olympiabecken verfügt über eine bewegliche Plattform und kann dadurch an unterschiedliche Nutzungsbedürfnisse angepasst werden.

Insgesamt ist das neue Schwimmzentrum auf 350 Sportlerinnen und Sportler ausgerichtet. Das Olympiabecken, das durch eine bewegliche Plattform unterteilt werden kann, verfügt über 10 Bahnen und entspricht damit den Vorgaben des italienischen olympischen Komitees. Darüber hinaus entsteht eine Athletentribüne mit 387 Plätzen, die an Wettkampftagen genutzt wird, sowie eine Zuschauertribüne mit 484 Plätzen.

Im Zuge der Bauarbeiten wird auch ein Teil der Tribünen des benachbarten Fußballplatzes abgetragen und neu gestaltet, sodass dort künftig 445 Zuschauerinnen und Zuschauer Platz finden werden. Gleichzeitig werden die unterirdischen Umkleideräume für die Fußballerinnen und Fußballer vollständig erneuert.

Die neue Schwimmsportanlage wird mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Auch die Nutzung von Erdwärme ist angedacht.

Die Baukosten belaufen sich auf insgesamt 28.045.680 Euro. 80 % der Kosten (22.436.544,10 Euro) werden vom Land übernommen. Die Stadt Bozen beteiligt sich mit 20 % (5.609.136,00) an der Finanzierung.

Zeitplan

Projektphase Beginn Ende
Ausarbeitung der Unterlagen für die Vergabe der Planungsleistungen Jan 25 Jul 25
Vergabeverfahren Planungsleistungen Aug 25 Feb 26
Ausarbeitung Projekt über die technische und wirtschaftliche Machbarkeit Mär 26 Mär 27
Ausführungsplanung Apr 27 Aug 27
Vergabeverfahren Bauausführung Okt 27 Apr 28
Bauausführung Mai 28 Dez 30

Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderung und Tiefgarage im Mariaheimweg

Im Mariaheimweg wird eine neue Wohneinrichtung mit Wohngemeinschaften für Menschen mit Behinderung gebaut. Ihr ist auch eine Tiefgarage angegliedert, in der ein Teil der Parkplätze für die Wohneinrichtung reserviert ist, die anderen Parkplätze sind Anrainerparkplätze.

Das Bauprojekt stammt von einem Planungsteam unter der Leitung des Architektenbüros AREA ARCHITETTI ASSOCIATI PAURO R. – FREGONI A. Es gab zahlreiche Aussprachen zwischen der Gemeinde, dem Betrieb für Sozialdienste Bozen (BSB) und den Planern, bevor die endgültige Entscheidung bezüglich der Nutzung der Flächen, der Raumverteilung und der Gestaltung gefällt worden ist. Die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner der Wohneinrichtung sind Menschen mit Behinderung, die in den Wohngemeinschaften schrittweise an ein selbständiges Leben herangeführt werden.

Das neue Gebäude hat die Form eines langgezogenen Parallelepiped. Seine Form ist den Grenzen des Baugrundes geschuldet. Die längeren Fassaden entstehen in Richtung Nord-Süd, die kürzeren an der Seite, wo der Haupteingang liegt (im Mariaheimweg) und zur Grünfläche hin. In diesem Wohngebäude leben ausschließlich Menschen mit Behinderung, daher sind die Außen- und Innenflächen behindertengerecht gestaltet. Im Untergeschoss ist eine Tiefgarage geplant, die aber ein eigenständiger Gebäudeteil sein wird, denn der Großteil der Parkplätze wird als Anrainerparkplätze ausgewiesen und nur 5 Parkplätze sind für die Wohngemeinschaften vorgesehen.

Die Wohngemeinschaften sind auf drei Stockwerke verteilt, die über eine Treppe und einen Aufzug miteinander verbunden sind. Neben dem Haupteingang im Erdgeschoss liegen die Gemeinschaftsräume, eine behindertengerechte Toiletten und ein Raum, der als Lager genutzt werden kann. Vom Eingangsbereich aus gelangt man auch in eine der drei Wohngemeinschaften. Die Wohnung besteht aus 5 Schlafzimmern, jedes mit einem eigenen Bad, einem Schlafzimmer für die Betreuer, auch mit eigenem Bad, und einem großen Wohnbereich mit Küche. Diese Raumverteilung wiederholt sich im 1. und 2. Stock, hier sind die Wohnungen aber größer, denn sie haben ein Schlafzimmer mehr (insgesamt 6) und eine Terrasse. Die drei Stockwerke sind autonom, was Zugang, Heizung und Kühlung betrifft.

In der Tiefgarage sind 3 der 5 Plätze, die der Wohneinrichtung vorbehalten sind, Parkplätze für die kleinen Busse für den Personentransport. Des weiteren gibt es im Untergeschoss einen Fahrradparkplatz, einen Technikraum, eine Wäscherei und einen Lagerraum.

Das Gebäude wird gemäß den Vorgaben für ein KlimaHaus A „Nature“ gebaut, daher werden nur Materialien ausgewählt, die diese Vorgaben erfüllen.

Baukosten für das Gebäude: €. 4.470.989,46
Baukosten für die Tiefgarage: €. 1.364.476,99
INSGESAMT: €. 5.835.466,45

Finanzierung:
Autonome Provinz Bozen (100% des Wohngebäudes) €. 4.620.989,46
Stadtgemeinde Bozen (100% der Tiefgarage) €. 1.214.476,99

Zeitplan

Projektphase Beginn Ende
Vergabeverfahren Dez-24 März-25
Bauausführung April-25 Arpil-27

Bilder

Ultimo aggiornamento

Letzte Änderung: 19.08.2025 17:14

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