Beschreibung
Vor einigen Tagen fand im Festsaal des Bozner Rathauses der zweite „Bomaax“-Workshop statt. „Bomaax“ ist ein vollständig Teilprojekt des EU-finanzierten Projekts „Climaax“, das lokale Behörden dabei unterstützt, Klimarisiken zu bewerten und Anpassungspläne zu entwickeln.
Der Workshop war ein wichtiger Meilenstein der zweiten Projektphase. In dieser geht es vorrangig um die Auswertung lokaler Daten und um die Erörterung der wichtigsten Klimarisiken, denen Bozen in Zukunft ausgesetzt sein wird.
In diesem Zusammenhang wurden die aktuellen Erkenntnisse zum Thema Hitzewellen, Starkregen und Hochwasser vorgestellt. Die Untersuchungen gaben Auskunft über die Risken für gefährdete Bevölkerungsgruppen bei Hitzewellen, über die Risiken, die bei Extremwetter von versiegelten Flächen ausgehen, sowie über mögliche Risikogebiete bei Hochwasser. Es hat sich gezeigt, dass die gefährdeten Gebiete klar definiert werden müssen, sodass dort künftig gezielt interveniert werden kann und sich die Stadt besser für den Klimawandel rüsten kann.
Die Workshop-Teilnehmer diskutierten in zwei verschiedenen Foren über die Wahrnehmung der Klimarisiken und entwickelten gemeinschaftliche Lösungen für die Anpassung an Hitzewellen und Starkregenereignisse. Sie empfahlen mehr Stadtgrün, weniger versiegelte Flächen, mehr Gründächer und bepflanzte Bodenvertiefungen (sog. „Regengärten“), den Bau von Rückhaltebecken sowie mehr Bäume im Stadtgebiet.
„Durch die Teilnahme am Projekt BOMAAX können wir die Anpassung an den Klimawandel mit einem wissenschaftlichen und gemeinschaftlichen Ansatz angehen,“ so Bozens Umweltstadtrat Marco Caruso. „Die Verknüpfung von lokalen Daten und Erfahrungswerten sowie die Ortskenntnisse sind entscheidend, um besonders gefährdete Gebiete ausmachen und gezielte Schutzmaßnahmen ergreifen zu können, die Bozen sicherer und lebenswerter machen.“
Die Ergebnisse des zweiten Workshops fließen in die nächsten Projektphasen ein. Aktuelle Informationen zum Projekt „Bomaax“ werden über die offiziellen Kommunikationskanäle der Stadt Bozen veröffentlicht.