Beschreibung
Im Rathaus von Bozen fand ein Treffen zwischen der Gemeindeverwaltung Bozen und einigen Mitgliedern des Vorstandes der Kammer der Architekten (Raumplaner, Landschaftsplaner, Denkmalpfleger) der Provinz Bozen statt, um sich über die wichtigsten Themen in den Bereichen Urbanistik und Bauwesen auszutauschen, die die Weiterentwicklung von Bozen betreffen.
„Die Aussprache mit der Architektenkammer war sehr wertvoll, denn es wurde über die Fortschritte bei einigen der wichtigsten Bauvorhaben in der Stadt gesprochen. In diesem Zusammenhang wurde auch betont, wie wichtig der Dialog und der Austausch mit den Planerinnen und Planern ist, da sie ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Planungsprozess und der baulichen Umsetzung sind.“ sagte der Vizebürgermeister und Stadtrat für Urbanistik, Stephan Konder.
Der Vorstand der Architektenkammer war durch Vizepräsidentin Stefania Saracino, Sekretär Florian Scartezzini und Schatzmeisterin Brigitte Kauntz vertreten. Von der Gemeindeverwaltung Bozen waren neben Vizebürgermeister Konder auch der Direktor der Abteilung für Raumplanung und -entwicklung Paolo Bellenzier und die Direktorin des Amtes für die Verwaltung des Gemeindegebietes Daniela Eisenstecken anwesend. Bürgermeister Claudio Corrarati konnte aus Termingründen nur bei einem Teil des Treffens anwesend sein.
Es wurde über das Gemeindeentwicklungsprogramm gesprochen. Es läuft derzeit die Prüfungsphase, bei der die gesammelten Daten validiert werden müssen. Aufgrund der großen Datenmenge ist diese Phase sehr komplex. Nach Abschluss der ersten Phase wird die zweite, partizipative Phase wahrscheinlich im Herbst 2026 starten, und 2027 wird die dritte und letzte Phase abgewickelt werden.
Das zweite große Thema war das Bahnhofsareal: Das einheitliche Programm zur territorialen Aufwertung (PUVAT) wird als strategisch wichtig für die Zukunft der Stadt eingestuft, auch wenn seine Umsetzung an den Bau eines Eisenbahntunnels für den Güterverkehr gebunden ist. Der Tunnel muss von der Gesellschaft RFI errichtet werden. Aufgrund der Komplexität dieses Projektes wird von einer sehr langen Realisierungsphase ausgegangen.
Besprochen wurden auch die Planungswettbewerbe, die die Gemeindeverwaltung für die Verwirklichung großer Bauvorhaben ausschreibt, z.B. für die Sanierung und den Ausbau der Aufschnaiter-Mittelschule, für den Neubau der Grund- und Mittelschule in der Baristraße und für die Ausarbeitung des Durchführungsplanes für Oswaldleiten. Die Architektenkammer hat angeboten, die Gemeindeverwaltung bei der Ausarbeitung der Wettbewerbe zu unterstützen.
Schließlich wurde auch über die großen Bauvorhaben gesprochen, die in Bozen geplant sind, wie der Neubau des Bibliothekszentrums auf dem Gelände der ehemaligen Pascoli-Schule, das Gesundheitshaus des Landes am Bozner Boden, das Landhaus für Mobilität in der Rittner Straße und die Infrastrukturprojekte in der Einsteinstraße und auf der Achse Siemensstraße-Grandistraße mit der Unterführung in der Romstraße.
Die Vertretungen der Gemeinde und der Architektenkammer haben vereinbart, ein gesondertes Treffen für den Bereich des Bauwesens zu organisieren. Das Ziel des Treffens ist es zu prüfen, inwieweit Genehmigungsverfahren optimiert werden können, auch angesichts der großen Fortschritte, die in den letzten Jahren durch die Digitalisierung von Verfahren und Archiven erreicht wurden.