AUSSERORDENTLICHE INSTANDHALTUNG DER BRÜSTUNG DER BOZNER WASSERMAUER

In einem ersten Schritt wird ein rund 350 m langer Abschnitt zwischen der St.-Anton-Brücke und der Minigolfanlage restauriert
Veröffentlichungsdatum:

26.03.2024

© Gemeinde Bozen - Unbekannte Lizenz

Beschreibung

In den letzten Wochen hat die Stadtverwaltung an der Talfer-Promenade im Abschnitt zwischen der St.-Anton-Brücke und der Minigolfanlage (nach ca. 350 m) mit der Restaurierung der historischen Brüstung an der Bozner Wassermauerpromenade begonnen. Das Mauerwerk ist seit Jahren sanierungsbedürftig und fast vollständig von Gestrüpp bedeckt.

Heute Vormittag berichteten Vizebürgermeister Stephan Konder, zu dessen Geschäftsbereich auch die öffentlichen Bauten zählen, sowie Bozens Umweltstadträtin Chiara Rabini über den Stand der außerordentlichen Instandhaltungsarbeiten. Die Arbeiten, die die bereits seit Ende Februar laufen und von der Stadtgärtnerei in Zusammenarbeit mit dem Amt für Infrastruktur und Freiraumgestaltung in enger Absprache mit dem Landesdenkmalamt durchgeführt werden, dauern noch bis Jahresende an.

Im Zuge der Instandhaltung wird die historische Brüstung auf ihrer gesamten Länge restauriert und mit einem neuen Metallrahmen versehen, der vor die Brüstung gesetzt wird. Damit die Promenade auch weiterhin möglichst uneingeschränkt nutzbar ist, wird die Wassermauer jeweils in 50 Meter langen Abschnitten restauriert.

Im Zuge der Besichtigung, an der auch der Projektverantwortliche der Stadt Marco Ferrarin und der Direktor des Landesamtes für Bau- und Kunstdenkmäler Luigi Scolari teilnahmen, wurde berichtet, dass die Uferbefestigungen, die das Stadtgebiet vor dem Hochwasser der Talfer schützen sollten, ursprünglich sowohl stadtseitig als auch auf Grieser Seite aus Holz waren. Erst später wurde die Uferbefestigung allmählich verstärkt, und im 16. Jahrhundert wurde schließlich mit dem Bau einer Wassermauer begonnen, die in der Folge noch weiter erhöht wurde. Am 1. Oktober 1905 wurde schließlich die neue Wassermauerpromenade eingeweiht. Etwa auf halbem Weg zwischen den beiden Promenadenzugängen wurde damals der Laurin-Brunnen aufgestellt, der sich heute, nach erfolgter Restaurierung, am Silvius-Magnago-Platz vor dem Palais Widmann und dem Landtagsgebäude befindet.

Die Wassermauerpromenade ist rund 1.350 m lang. Stadtseitig ist die Promenade von einer Balustrade aus unbewehrten Betonelementen und Metallstäben begrenzt. Die vier unterschiedlichen Muster, die die historische Brüstung prägen, wiederholen sich in regelmäßigen Abständen. Dass die Balustrade nun restauriert wird, ist vor allem dem Sicherheitsgedanken geschuldet. Allerdings soll keine sichtbare Verstärkung angebracht werden, die die Balustrade in ihrem Erscheinungsbild verändert. Deshalb hat man sich für einen besonders zierlichen Metallrahmen entschieden, der vor die Balustrade gesetzt wird und dadurch die statische Sicherheit gewährleistet.

In einem ersten Schritt wird die historische Brüstung zunächst von den Kletterpflanzen befreit, die sie im Laufe der Jahre überwuchert haben. Anschließend wird sie gereinigt, ausgebessert und restauriert. Die Metallelemente werden ebenfalls ausgebessert oder ausgetauscht. Anschließend wird der neue Metallrahmen angebracht und eine Neupflanzung vorgenommen.

Derzeit wird ein 355 m langes Teilstück zwischen der St.-Anton-Brücke und der Minigolfanlage erneuert. Die Kosten belaufen sich auf 343.000 Euro + MwSt. Die Dauer der Arbeiten ist mit 256 Tagen veranschlagt.

Bilder

Ultimo aggiornamento

Letzte Änderung: 10.01.2025 08:29

Sito web e servizi digitali OpenCity Italia · Zugriff auf Site-Editoren