100. Todestag Julius Perathoner

Die Ausstellung wird bis in den Herbst 2026 zu sehen sein, parallel zu den verschiedenen Veranstaltungen, die im Andenken an Julius Perathoner in Bozen stattfinden werden
Veröffentlichungsdatum:

20.03.2026

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Beschreibung

Die Stadt Bozen und der Museumsverein Bozen haben heute Vormittag die Initiativen vorgestellt, die anlässlich des hundertsten Todestages von Bürgermeister Julius Perathoner, einer zentralen Persönlichkeit der Bozner Verwaltungsgeschichte und Stadtentwicklung, organisiert werden.

An dem Treffen nahmen Bürgermeister Claudio Corrarati, Vizebürgermeister Stephan Konder, Stadtrat Claudio Della Ratta und Stadträtin Johanna Ramoser sowie die Vertreter des Museumsvereins, Präsident Walter Landi und Christoph von Ach, teil.

Die Gelegenheit wurde auch genutzt, um die Sonderausstellung über Julius Perathoner und sein Wirken für Bozen zu eröffnen. Die Ausstellung wurde vom Kulturressort der Stadt Bozen in Zusammenarbeit mit dem Museumsverein Bozen kuratiert.

Bozen gedenkt heuer mit einer Reihe von Veranstaltungen seines langjährigen Bürgermeisters, Dr. Julius Perathoner, der vor 100 Jahren am 17. April 1926 verstarb. In enger Zusammenarbeit mit dem Museumsverein Bozen stellen das Stadtmuseum und das Stadtarchiv Objekte, Dokumente und Fotos aus eigenen und privaten Beständen aus, die schlaglichtartig die Person und die überaus fruchtbare Tätigkeit dieses bedeutenden Bürgermeisters beleuchten.

JULIUS PERATHONER
Bürgermeister von Bozen
1895-1922

Bozen gedenkt heuer mit einer Reihe von Veranstaltungen seines langjährigen Bürgermeisters, Dr. Julius Perathoner, der vor 100 Jahren am 17. April 1926 verstarb. In enger Zusammenarbeit mit dem Museumsverein Bozen stellen das Stadtmuseum und das Stadtarchiv Objekte, Dokumente und Fotos aus eigenen und privaten Beständen aus, die schlaglichtartig die Person und die überaus fruchtbare Tätigkeit dieses bedeutenden Bürgermeisters beleuchten.

Wer war Julius Perathoner? Der ausgebildete Jurist, 1849 in Dietenheim bei Bruneck geboren, ist ab 1872 als Rechtsanwalt in Bozen tätig. Bereits seit 1893 im Gemeinderat, wird er 1895 erstmals und in der Folge bis 1922 insgesamt zehnmal zum Bürgermeister gewählt.

Die „Ära Perathoner“ ist geprägt durch einen rasanten wirtschaftlichen Aufschwung, den der Bürgermeister zu nutzen verstand, um die Stadt ebenso rasant zu modernisieren. Neben drei heute noch bestehenden Schulbauten entstehen innerhalb von 20 Jahren das neue Rathaus und das Standtheater. Mit politischem Geschick und visionärem Weitblick sucht Perathoner Synergien und lässt Infrastruktur-Netzwerke anlegen. Beispielhaft dafür: Nach der Gründung der Etschwerke AG mit der Gemeinde Meran wird die elektrische Energie über die 1899 neu errichtete Talferbrücke in die Stadt geleitet; für die Verteilung des Stroms wird das notwendige Umspannwerk in jenem kommunalen Neubau angelegt, der als erstes auf den Brückenbau folgt und diesem am nächsten liegt, im Stadtmuseum, das 1902-1904 mit finanzieller Unterstützung der Sparkasse und des Museumsvereins errichtet wird. In der Folge entstehen zwei Straßenbahnlinien, die Bozen mit Gries und Branzoll verbinden, sowie moderne Aufstiegsanlagen, die die Stadt an Naherholungszonen wie den Virgl, den Kohlerer und den Rittner Berg anschließen. Über ein stark ausgebautes Leitungsnetz werden die Einwohner und die neu entstehenden Hotelanlagen mit vorzüglichem Trinkwasser versorgt. 1911 gelingt der Zusammenschluss der Stadt Bozen mit der Landgemeinde Zwölfmalgreien: Das Bozner Gemeindegebiet wächst von 0,69 auf 33,12 Quadratkilometer.

Perathoners letzte Wahlbestätigung wird vom König selbst wieder zurückgezogen.

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Letzter Veröffentlichungstag

17.03.2028

Ultimo aggiornamento

Letzte Änderung: 20.03.2026 19:06

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