Beschreibung
Unter den europäischen Gemeinden, die im Jahr 2020 als Climate Gold Municipalities zertifiziert werden, wurde auch die Stadt Bozen für ihre Arbeit von 2017 bis 2020 in der Energie- und Klimaschutzpolitik ausgezeichnet. Um diese Zertifizierung aufrechtzuerhalten und weiterhin zur Gruppe der mehr als 170 europäischen Gold-Gemeinden zu gehören, hat die Stadt Bozen von 2020 bis heute ihre Arbeit fortgesetzt, indem sie sich bemüht hat, ihr Engagement zu verstärken, um zur Erreichung der Klimaziele der europäischen Strategie "Fitfor55" und der Landesstrategie "KlimaLand 2040" beizutragen, indem sie die Bürgerinnen und Bürger einbezieht und sich an den bewährten europäischen Verfahren orientiert.
Um die zahlreichen Maßnahmen der Verwaltung für den Zeitraum 2020 bis 2024 zu überprüfen, fand vor wenigen Tagen im Rathaus ein Zertifizierungserneuerungsaudit in Anwesenheit von internationalen Auditoren der Südtiroler Energieagentur - KlimaHaus und des European Energy Award (EEA) statt.
An dem Audit nahmen neben der Umweltstadträtin Chiara Rabini auch der Mobilitätsstadtrat Stefano Fattor, der KlimaHaus-Berater der Stadtverwaltung Emilio Vettori sowie Techniker und Fachleute der Klimaschutzstelle der Stadtverwaltung unter der Leitung von Direktor Emanuele Sascor teil. Das Audit wurde von Chiara Tavella im Namen des European Energy Award und Mariadonata Bancher von der Agentur KlimaHaus durchgeführt, die die von der Stadtverwaltung durchgeführten Maßnahmen und Projekte in den Bereichen Energie, Eindämmung des Klimawandels und Anpassung an den Klimawandel, nachhaltige Mobilität und Energieeffizienz von Infrastrukturen sowie Partizipation und Sensibilisierung sorgfältig bewerteten.
Konkret wurden der 2022 verabschiedete und bereits umgesetzte Grünplan und der PUMS, die partizipative Aktualisierung des Aktionsplans für nachhaltige Energie und Klimaschutz (Klimaversammlung), die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude und das Fernwärmenetz diskutiert.
Hervorgehoben wurde das Engagement der Stadt und der Verwaltung für die Entwicklung von Projekten und Aktivitäten, die auf die Dekarbonisierung und Elektrifizierung des Verbrauchs, die Verbreitung von Energieerzeugungssystemen aus erneuerbaren Quellen im städtischen Kontext und die Eindämmung des Wärmeinselphänomens durch städtische Begrünung und Pflasterung abzielen. Hervorgehoben wurde auch das Engagement der Verwaltung für die Umsetzung des 2022 verabschiedeten Grünplans und des Stadtplans für nachhaltige Mobilität für eine zunehmend elektrische und nachhaltige Mobilität.
Die Veranstaltung zur (erneuten) Zertifizierung der vorbildlichsten europäischen Gemeinden im Rahmen des Programms KlimaGemeinde / European Energy Award findet dieses Jahr am 28. November in Bozen statt.
Das European Energy Award Programm in Südtirol wird von der KlimaHaus Agentur im Rahmen des KlimaGemeinde-Programms durchgeführt, das Gemeinden bei der Ausarbeitung und Umsetzung eines nachhaltigen Energie- und Klimaplans unterstützt.
Informationen zum Programm KlimaGemeinde/European Energy Award
Mehr Informationen zum Programm KlimaGemeinde - Das Klimagemeinde-Programm begleitet Gemeinden Schritt für Schritt bei der Erarbeitung und Umsetzung eines nachhaltigen Energie- und Klimakonzepts und zeichnet vorbildliche Gemeinden mit dem KlimaGemeinde-Zertifikat aus. Im Rahmen des Programms werden der Energie- und Wasserverbrauch von kommunalen Gebäuden und Einrichtungen, die lokale Energieerzeugung, nachhaltige Mobilitätskonzepte und die Abfallwirtschaft analysiert, bewertet und verbessert. Auf diese Weise minimieren die Gemeinden ihren Ressourcenverbrauch und ihre Treibhausgasemissionen. Die Initiative ist damit ein konkretes Instrument für die Verwirklichung einer ressourcenbewussten Gesellschaft.
Weitere Informationen über das European Energy Award Programm - Das KlimaGemeinde-Programm basiert auf dem European Energy Award. Der EEA ist ein Qualitätsenergiemanagement- und Zertifizierungssystem für Gemeinden und Regionen. Es unterstützt Gemeinden, die sich für eine nachhaltige lokale Energiepolitik und -entwicklung einsetzen, die auf ihren Energieverbrauch und die Verbreitung von erneuerbaren Energien achten. Das Programm wird seit mehr als 25 Jahren von Gemeinden und lokalen Energieexperten kontinuierlich weiterentwickelt. Heute nehmen fast 1.400 Gemeinden in ganz Europa an dem Programm teil.